Haarausfall Mittel & Behandlung​

Arten von Haarausfall​

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Haarausfall betrifft viele Menschen und ist oft mehr als ein kosmetisches Problem. Er kann das Selbstbewusstsein mindern und seelisch belasten. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Mittel und Behandlungen, die helfen können. Entscheidend ist jedoch, die Ursache des Haarausfalls genau zu kennen, um gezielt vorzugehen. So kann das Haarwachstum gefördert und der Haarverlust wirksam behandelt werden.

Mittel & Behandlung

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Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ursachenklärung ist der erste Schritt, um wirksam gegen Haarausfall vorzugehen. Nur wenn die Ursache behoben wird, ist eine Verbesserung zu erwarten.
  • Medikamente wie Minoxidil oder Finasterid können helfen, den Haarverlust zu bremsen. Sie kommen vor allem bei erblich bedingtem Haarverlust zum Einsatz.
  • Regenerative Therapien aktivieren Haarwurzeln und fördern gesundes Wachstum. Sie sind bei nahezu allen Haarausfall-Arten wirksam.
  • Haartransplantationen sind eine Option bei kahlen Stellen, Geheimratsecken oder einer suboptimalen Haarlinie – allerdings nur wenn der Haarausfall gestoppt wude.
  • Hausmittel und Shampoos unterstützen die Haarpflege und können ein Teil der Lösung sein, ersetzen aber keine Therapie.
  • Ernährung und Lifestyle spielen eine wichtige Rolle für die Haargesundheit. Schädigende Faktoren sollten vermieden werden, Sport und gesunde Ernährung fördern auch das Haarwachstum.
  • Ein früher Behandlungsbeginn kann den Verlauf oft positiv beeinflussen und inaktive Haarwurzeln wieder reaktivieren.

Ursachen und Formen von Haarausfall

Haarausfall kann viele Ursachen haben. Häufig liegt eine erblich bedingte Form vor, die durch eine Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron (DHT) entsteht. Auch hormonelle Veränderungen, etwa nach einer Schwangerschaft oder in den Wechseljahren, können den Haarverlust fördern. Stress, Nährstoffmängel und bestimmte Erkrankungen spielen ebenfalls eine Rolle. Darüber hinaus gibt es Autoimmunerkrankungen wie den kreisrunden Haarausfall, die den Haarverlust auslösen können.

Es gibt noch weitere, ehere seltende Ursachen für Haarausfall, zudem können sie in Kombination auftreten.

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Warum Diagnose vor Therapie entscheidend ist

Bevor Sie ein Mittel gegen Haarausfall einsetzen, sollte die Ursache genau abgeklärt werden. Mithilfe einer Trichoskopie, einer Blutuntersuchung und einer Analyse Ihrer Krankengeschichte lassen sich Mängel, hormonelle Ursachen oder entzündliche Prozesse erkennen. Experten können oft anhand des Erscheinungsbilds die Art des Haarausfalls klassifizieren und dies durch weitere Tests validieren.

Diese Diagnostik ist entscheidend, um eine individuelle und wirksame Behandlung einzuleiten. Ohne eine genaue Abklärung bleibt die Therapie oft wirkungslos und wertvolle Zeit geht verloren.

Mittel und Medikamente gegen Haarausfall

Bei erblich bedingtem Haarausfall können Medikamente den Haarverlust verlangsamen. Minoxidil wird als Lösung oder Schaum direkt auf die Kopfhaut aufgetragen und kann das Haarwachstum stimulieren. Die Wirkung bleibt jedoch nur bestehen, solange das Präparat regelmäßig angewendet wird. 

Finasterid ist ebenfalls eine Option, ein DHT-Blocker, wird in Tablettenform eingenommen oder topisch angewandt. Es kann den Haarausfall bremsen, jedoch sind mögliche Nebenwirkungen wie Libidoverlust zu berücksichtigen. 

Viele Medikamente sind nur für Männer geeignet oder nach ärztlicher Absprache für Frauen anwendbar. Frauen stehen mit Alfatradiol weitere Optionen zur Verfügung, die jedoch ärztlich überwacht werden sollten.

Darüber hinaus gibt es Medikamente, die andere Formen des Haarausfalls behandeln können. 

  • Bei kreisrundem Haarausfall werden teilweise Glukokortikoide in Form von Lösungen oder Injektionen eingesetzt, um das Immunsystem zu modulieren. In schweren Fällen kommen JAK-Inhibitoren wie Baricitinib zum Einsatz, wobei deren Langzeitwirkung noch nicht vollständig erforscht ist. 
  • Bei einem Haarausfall durch Pilzinfektionen der Kopfhaut werden Antimykotika wie Terbinafin oder Itraconazol verordnet, die die Ursache gezielt bekämpfen.
  • Ebenso kann bei einem Nährstoffmangel als Ursache eine gezielte Substitution von Eisen, Zink oder Vitamin D erforderlich sein, wenn dieser ärztlich nachgewiesen wurde.

Regenerative Therapien

Regenerative Therapien bieten eine schonende Möglichkeit, das Haarwachstum zu fördern, Selbstheilungskräfte anzukurbeln und Entzündungsreaktionen einzudämmen.

  • PRP-Therapie: Bei der PRP-Therapie wird plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut gewonnen und in die Kopfhaut injiziert. Die enthaltenen Wachstumsfaktoren regen Haarwurzeln an und können das Haarwachstum fördern.
  • Low-Level-Lasertherapie: Diese Behandlung nutzt Lichtimpulse, um die Durchblutung und den Stoffwechsel der Haarwurzeln anzuregen. Sie kann die Wachstumsphase verlängern und die Haarstruktur stärken.
  • Mesotherapie: Bei der Mesotherapie werden Vitamine, Aminosäuren und Spurenelemente in die Kopfhaut injiziert, um die Haarwurzeln gezielt zu versorgen. Die Methode kann das Haarwachstum fördern und eignet sich als begleitende Therapie.
  • Stammzellentherapie: Hierbei werden Stammzellen aus dem eigenen Fettgewebe genutzt und in die Kopfhaut eingebracht. Sie sollen das Umfeld der Haarfollikel verbessern und ruhende Haarwurzeln reaktivieren.

Haartransplantation als Option

Wenn alle anderen Maßnahmen ergriffen wurden, aber weiterhin Lücken im Haarbild bestehen oder die Haarlinie nicht optimal verläuft, kann eine Haartransplantation Abhilfe schaffen.

  • Dabei werden Haare aus einem Spenderbereich, meist am Hinterkopf, in lichte Bereiche verpflanzt
  • Wir setzen auf moderne Methoden wie die I-FUE-Technik. Sie ermöglicht eine schonende, narbenfreie Entnahme und präzises Einsetzen der Haare. 
  • Wichtig ist, dass der Haarausfall vor dem Eingriff stabilisiert wurde, um langfristig ein natürliches Ergebnis zu sichern.

Vor dem Eingriff sollte zudem eine Eignungsprüfung vorgenommen werden. Nur wenn die Haartransplantation eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit bietet, sollte sie vorgenommen werden.

Shampoos, Öle und Hausmittel – was können sie leisten?

Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Koffein oder Alfatradiol können die Haarpflege unterstützen. Shampoos ersetzen aber keine medizinische Therapie, sie können jedoch einen Teil der Lösung darstellen. 

Pflanzliche Öle, etwa Argan- oder Kokosöl, können die Haarstruktur stärken, werden jedoch den Haarausfall kaum direkt beeinflussen. Hausmittel wie Brennnessel oder Apfelessig können die Kopfhaut pflegen, bieten jedoch keinen wissenschaftlich gesicherten Effekt gegen Haarausfall

Hausmittel sind daher als ergänzende Maßnahme zu sehen, sollten jedoch nicht als alleinige Behandlung bei ernsthaftem Haarverlust dienen.

Ernährung, Lifestyle und Prävention

  • Eine ausgewogene Ernährung liefert wichtige Nährstoffe wie Eisen, Zink und Vitamin D, die für gesundes Haarwachstum notwendig sind. 
  • Mangelzustände können Haarausfall verstärken und sollten behoben werden, sofern sie nachgewiesen sind. 
  • Regelmäßiger Sport kann die Durchblutung der Kopfhaut verbessern und Stress reduzieren, was sich positiv auf die Haargesundheit auswirken kann. 
  • Zudem sollten zu straffe Frisuren und aggressive Behandlungen vermieden werden, um die Haarwurzeln nicht zusätzlich zu belasten.

FAQ zu Haarausfall-Mitteln

Was hilft bei meiner Form von Haarausfall?

Versuchen Sie, Muster und Veränderungen in den letzten drei bis sechs Monaten zu erkennen, da sich Haarausfall oft verzögert zeigt. Erst wenn die Haarausfall-Art bzw. die Ursache bekannt ist, kann eine gezielte Maßnahme eingeleitet werden, um den Haarverlust zu stoppen oder zu verlangsamen.

Die meisten Therapien zeigen erste Effekte nach drei bis sechs Monaten, da Haarwachstum Zeit benötigt.

Eine Haartransplantation ist nur dann sinnvoll, wenn der Haarausfall stabilisiert ist und ausreichend Spenderhaare vorhanden sind. Zuvor sollten andere Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Haardichte zu stabilisieren und das Ergebnis langfristig zu sichern.

Haarausfall kann in vielen Fällen verlangsamt oder gestoppt werden. Ob eine dauerhafte Stabilisierung möglich ist, hängt von der Ursache und der Art des Haarausfalls ab. Bei manchen Formen ist eine fortlaufende Behandlung erforderlich, um den Effekt zu erhalten.

Ja, häufig ist eine Kombination sinnvoll, um die Wirkung zu verstärken. Regenerative Therapien lassen sich mit Shampoos und einer gezielten Nahrungsergänzung kombinieren, um die Haargesundheit ganzheitlich zu unterstützen.